Mathias ReißenweberThe Green Consulting

Anwendungsfall

Elektrifizierung landwirtschaftlicher Betriebe

Vom Melkroboter bis zur Getreidetrocknung: Ich plane Energie für den Hof als Gesamtsystem aus Erzeugung, Speicher und Verbrauch, inklusive der bestehenden Anlagen.

Ausgangslage

Viele Höfe haben bereits eine PV-Anlage, manche ein BHKW oder eine Biogasanlage, oft aus verschiedenen Jahrzehnten und ohne Abstimmung untereinander. Gleichzeitig steigt der Strombedarf durch Robotik, Kühlung, Lüftung, Trocknung, elektrische Maschinen und Ladeinfrastruktur. Die ersten PV-Anlagen fallen aus der EEG-Vergütung, und der Hausanschluss wird zum Engpass.

Was auf dem Hof elektrisch wird

  • Melkroboter
  • Fütterungsroboter
  • Entmistungsroboter
  • Elektrische Hoflader
  • Elektrische Traktoren
  • Ladeinfrastruktur
  • Milchkühlung
  • Lüftung und Klima im Stall
  • Getreide- und Heutrocknung
  • Wärmepumpen
  • Hofladen und Kühlräume

Jeder dieser Verbraucher hat ein eigenes Lastprofil. Ich plane sie so ein, dass sie möglichst mit eigenem Strom laufen, Lastspitzen begrenzt bleiben und der Netzanschluss reicht.

Bausteine, die ich zusammenführe

Dach · Freifläche · Agri-PV

Photovoltaik

Neue Anlagen und bestehende Dächer, auch Agri-PV mit Doppelnutzung der Fläche.

Eigenverbrauch · Lastspitzen

Batteriespeicher

Speicher, die den Eigenverbrauch erhöhen, Lastspitzen kappen und den Netzanschluss entlasten.

Gülle · Mist · Reststoffe

Biogas und Biomethan

Einbindung bestehender Biogasanlagen und Nutzung eigener Reststoffe als Energieressource.

Strom und Wärme

BHKW und Kraft-Wärme-Kopplung

Blockheizkraftwerke für Stall, Trocknung und Wohngebäude, abgestimmt auf PV und Speicher.

Ergänzung zur PV

Wind- und Kleinwindkraft

Prüfung von Standort und Wirtschaftlichkeit als Ergänzung zur Solarerzeugung im Winterhalbjahr.

Ü20 · Weiterbetrieb

Altanlagen und Repowering

Ausgeförderte Anlagen auf Eigenverbrauch umstellen, modernisieren oder durch leistungsstärkere ersetzen.

So läuft es ab

  1. Bestandsaufnahme Lastgänge, Verbraucher, vorhandene Anlagen, Hausanschluss und Netzsituation.
  2. Gesamtkonzept Welche Erzeuger, welcher Speicher, welches Energiemanagement, wie die Altanlagen eingebunden werden.
  3. Wirtschaftlichkeit und Förderung Varianten, Eigenverbrauch, Förderprogramme und Finanzierung.
  4. Netzanschluss und Elektroplanung Anschlussleistung, Trafo, Trassen und Abstimmung mit dem Netzbetreiber.
  5. Umsetzung und Betrieb Ausschreibung, Bauüberwachung, Inbetriebnahme und Monitoring.

Aus der Praxis

Seit 2005 plane und baue ich PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben. 2017 habe ich für zwei landwirtschaftliche Genossenschaften mit Biogas, PV und Eigenverbrauch die Trassenplanung über rund vier Kilometer und das Anschlusskonzept erarbeitet. Von 2020 bis 2023 kamen EEG- und Eigenversorgungsanlagen für Agrarbetriebe und einen Bauernhof hinzu, viele davon mit Speicher. Den Alltag auf dem Hof kenne ich aus dem eigenen Familienbetrieb.

Was Sie bekommen

  • Energiebilanz und Lastprofil des Betriebs
  • Gesamtkonzept mit Varianten und Wirtschaftlichkeit
  • Fahrplan für Altanlagen: Weiterbetrieb, Umbau oder Repowering
  • Abgestimmtes Netzanschluss- und Elektrokonzept

Warum alles zusammen geplant werden muss

Wer PV, Speicher, BHKW und neue Verbraucher wie Roboter oder E-Traktoren einzeln plant, verschenkt Potenzial und riskiert Engpässe am Netzanschluss. Ein Gesamtkonzept nutzt den vorhandenen Anschluss optimal und verhindert teure Nachrüstungen.