Mathias ReißenweberThe Green Consulting

Anwendungsfall

Mieterstrom und PV im Mehrfamilienhaus

Solarstrom vom eigenen Dach direkt an Mieter und Eigentümer liefern. Ich begleite Vermieter, Wohnungsunternehmen und Eigentümergemeinschaften vom Modellvergleich bis zum laufenden Betrieb.

Ausgangslage

Ein Mehrfamilienhaus hat ein freies Dach, der Strom kommt bisher aber komplett aus dem Netz. Vermieter oder Eigentümergemeinschaft möchten Solarstrom direkt im Haus nutzen, scheuen aber Aufwand, Messtechnik und Rechtsfragen.

Zwei Modelle, zwei Aufwände

§ 42a EnWG

Mieterstrom

Der Vermieter oder ein Dienstleister liefert den Solarstrom und den Reststrom aus dem Netz als Vollversorgung. Der Preis darf höchstens 90 % des örtlichen Grundversorgungstarifs betragen, zusätzlich ist der Mieterstromzuschlag nach EEG möglich. Dafür gelten die Pflichten eines Stromlieferanten.

§ 42b EnWG

Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung

Der Solarstrom wird nach einem festen Schlüssel auf die teilnehmenden Wohnungen verteilt. Den Reststrom beziehen die Bewohner weiter bei ihrem eigenen Versorger. Deutlich weniger Pflichten und schlanker in der Abrechnung, dafür ohne Mieterstromzuschlag.

Welches Modell passt, hängt von Gebäudegröße, Bewohnerstruktur, Verbrauch und Ihrem Aufwand für Abrechnung und Kundenbetreuung ab. Das rechne ich vorab für Ihr Objekt durch.

So läuft es ab

  1. Bestandsaufnahme Dach und Statik, Hausanschluss, Zählerplätze und Verbräuche der Wohnungen und des Allgemeinstroms.
  2. Modell und Wirtschaftlichkeit Mieterstrom oder Gebäudeversorgung, Anlagengröße, Speicher, Preisgestaltung und Rendite im Vergleich.
  3. Messkonzept und Netzbetreiber Zählerschrank, Summenzähler- oder virtuelles Messkonzept, intelligente Messsysteme, Anmeldung und Abstimmung mit dem Netzbetreiber.
  4. Verträge und Abrechnung Strom- bzw. Nutzungsverträge getrennt vom Mietvertrag, Auswahl eines Abrechnungsdienstleisters, Information der Bewohner.
  5. Bau und Betrieb Ausschreibung, Bauüberwachung, Inbetriebnahme und Monitoring, auf Wunsch kombiniert mit Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur.

Beispielszenario

Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen und Allgemeinstrom, Zählerschrank im Keller aus den 1990er-Jahren. Zuerst prüfe ich Dach, Hausanschluss und Platz im Zählerschrank. Danach rechne ich beide Modelle durch: Mieterstrom mit Vollversorgung und Zuschlag gegen gemeinschaftliche Gebäudeversorgung mit schlanker Abrechnung. Für das gewählte Modell stimme ich das Messkonzept mit dem Netzbetreiber ab, schreibe Anlage und Zählerumbau aus und begleite die Inbetriebnahme bis zur ersten Abrechnung.

Was Sie bekommen

  • Modellvergleich mit Wirtschaftlichkeitsrechnung
  • Mit dem Netzbetreiber abgestimmtes Messkonzept
  • Ausschreibungsunterlagen und Angebotsvergleich
  • Umsetzungsfahrplan mit Terminen und Zuständigkeiten

Warum das Elektro-Know-how hier entscheidet

Ob ein Mieterstromprojekt funktioniert, entscheidet sich oft im Zählerschrank: Messkonzept, Platzbedarf, Umbau der Zählerplätze und die Zustimmung des Netzbetreibers. Genau dort liegt mein Schwerpunkt.

Hinweis: Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Mieterstrom werden regelmäßig angepasst. Ich prüfe für jedes Projekt den aktuellen Stand.